E-Reader


Ich habe mich bisher ja erfolgreich gegen E-Reader gewehrt. Ich brauche das Gefühl, ein Buch in der Hand zu halten, es zu fühlen und ja, auch zu riechen! Jetzt stehe ich aber vor nem Problem. Ich verreise ja im Herbst für ne ganze Weile. Da ich einfach nicht ohne Bücher kann, aber bloss einen Rucksack dabei haben werde, stellt sich mir nun die Frage, ob es nicht doch sehr praktisch wäre einen E-Reader  zu haben…
Okey, guck ich mir also die verschiedenen Reader an… hm… tja… Irgendwie kann ich mich einfach nicht damit anfreunden. Da meinte eine Kolegin zu mir : “ Kaufste dir doch das neue IPad, das hat jetzt auch son lesefreundliches Display und dann haste den Laptop auch gleich bei! “
Joah, an und für sich keine schlechte Idee, aber das Ding kost ja doch ne ganze Menge…

Habt ihr Reader oder IPad2  Erfahrungen? Ich brenne drauf, sie zu hören!

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10 Kommentare

Eingeordnet unter Bücherliebe

10 Antworten zu “E-Reader

  1. Gunter

    Hallo,
    Ich kann das iPad sehr empfehlen. Die neue Version ist sicherlich nicht billig, aber das Display ist enorm scharf. Zudem haben eBook-Reader das Problem, dass sich die Seite mit einer kleinen, wahrnehmbaren Verzögerung aufbaut. Das gibt es beim iPad nicht, dor blätterst du mit einem Wisch und es sieht aus, als würde ein Buch umgeblättert 🙂
    Ein weitere Vorteil: bei einem Reader bist du an die Formate des Herstellers gebunden. Bei einem iPad hingegen hast du freie Wahl. Du kannst sowohl das beliebte ePub nutzen – iBooks, das kostenlose eBook-Programm von Apple unterstützt ePub – als auch das Kindle-Format, denn Amazon bietet eine kostenlose Leseapp.
    Bücher kaufen kannst du über iBooks, aber auch über Anbieter ohne digitalen Svhutz wie Beam-eBooks.de oder eben Amazon. Bei Amazon kannst du dein iPad als Empfänger angeben, dann werden die Käufe dort zum Download angeboten.
    Du siehst – es spricht alles für das iPad. Ach ja, es gibt bei Beam zum Beispiel legal ganz viel kostenfreien Lesestoff aus allen Bereichen. Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne anmailen, wir bieten selbst eBooks an und kennen uns daher aus 🙂

    • Danke euch Zweien für die Tipps!
      @Gunter: Lustig, dass du das umblättern der Seite ansprichst, denn das hat mich bis jetzt am allermeisten gestört! Es sagen zwar viele, dass man das schon sehr bald nichtmehr wahrnimmt, aber irgendwie stresst mich das total.
      Ich danke dir herzlich für deine ausführliche Antwort! Falls noch Fragen auftauchen würden, melde ich mich.

  2. Martina

    Den neuen Sony Reader PRS-T1 ist sehr empfehlenswert. Einfach Handhabung, Preis 199.- Fr, Kontrastreicher Display, sehr lange Akkulaufzeit.

    Herzliche Grüsse Martina

  3. Hallöchen
    Ich möchte mich hier auch mal noch kurz zu Wort melden: nachdem sich Gunter ja komplett für das iPad ausgesprochen hat, möchte ich mich – so leid es mir tut – micht dagegen aussprechen.

    Das iPad ist ein tolles Device, ich hab selbst auch eins ;). Aaaaber, ich finde es komplett ungeeignt als eBook-Reader. Die Nachteile vom iPad als Reader sind:
    – Gewicht und „Unhandlichkeit“ des iPads
    mit Unhandlichkeit meine ich damit: man kann es schlecht einfach auf einen Tisch stellen und gemütlich lesen… und wenn man es länger in der hand hält ist das bei einem iPad auch einiges unangenehmer als bei einem richtigen Buch).

    – Augenanstrengung
    Die Problematik ist die gleiche, wie wenn du länger auf dem Bildschirm liest. Längere Texte strengen aufgrund der Hintergrundbeleuchtung an, das Lesen wid mit der Zeit unangenehm.

    – Akkulaufzeit
    Ein iPad läuft zwar gut ung gerne 8-10 Stunden bei normaler Nutzung und die Standbyzeit ist noch viel länger. Aber dennoch ist die Batteielaufzeit eines iPads sehr begrenzt und es muss regelmässig geladen werden. Ein eReader kann mehrere Zehntausend Seitenumdrehungen durchführen, bevor er an den Strom muss.

    und damit das Plus der eReader:
    – sehr leicht
    mit 60-90 Gramm je nach eReader sind diese kleinen Geräte superangenehm zum in der Hand halten. Und auch ein längeres in der Hand haben ist nicht gross anstrengend.

    – eInk
    Mit der elektronischen Tinte wird die Augenanstrengung vermieden und ein eReader kommt so auch einem Buch etwas näher. Die eInk verbessert auch die Lesbarkeit und ist gestochen scharf. Durch die unnötige Hintergrundbeleuchtung ist die Schrift ähnlich einem Buch und ist somit sehr viel unanstrengender zu lesen. Einziges „Manko“: ohne Licht kann man nicht lesen, aber das ist ja bei jedem Buch auch so ;).

    – Akku
    durch die eInk wird kaum Akku verbraucht (ausschliesslich beim blättern, weil die Tinte fix ist, bis sie neu „gepolt“ wird) und somit hält der Akku je nach dem monatelang. Für mich ein echtes Killerkriterium

    Kaufempfehlung:
    ich empfehle den Amazon Kindle Touch WiFi. Das Gerät ist realtiv günstig, sehr klein und handlich und kann sich mit WiFi mit dem Amazon Store (derzeit USA, aber auch die deutschen eBooks sind kaufbar) verbinden. Leider unterstützt der Kindle kein ePub, dafür MOBI. Es gibt Umwandlungstools um ePub-Files nach MOBI zu konvertieren. Zusätzlich kann der Kindle sehr gut mit PDF umgehen. So habe ich auch schon Bücher als PDF gelesen.

    Gruss,
    Chris

    • Gunter Arentzen

      Hallo Chris,
      ich hatte testweise de PocketBook 611 Basic vom Hersteller erhalten und dazu einen Testbericht geschrieben (http://www.geisterspiegel.de/index.html?Kolumnen/Multimedia_allgemein/pocketbook611_basic.html~mainFrame)
      eInk hat sicherlich Vorteile, aber auch Nachteile. So braucht man aufgrund der mangelnden Beleuchtung eine zusätzliche Lichtquelle, was sich zum Beispiel im Bett störend erweisen kann, wenn der Partner schlafen will. Bei dem neuen iPad mit Retina-Display ist die Auflösung nicht unschärfer als mit eInk, da die Punkte so fein sind, dass sie das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmen kann. Das ist einer der großen Vorteile beim iPad der 3. Generation. Auch kann man bei meinem iPad die Hintergrundbeleuchtung stufenlos reduzieren, so dass es für die Augen durchaus angenehm ist. Dennoch ist es gut möglich, auf eine externe Lichtquelle zu verzichten.
      Es stimmt natürlich, dass man die Kindle-Formate in ePub wandeln kann. Ein solches Programm heißt Calibre und es liegt als kostenfreie Softeware für jedes System (also Windows, Mac und Linux) vor. Aber Achtung – das gilt nicht für geschützte Werke und viele Verlage nutzen den Schutz von Amazon. Solche Werke können nur mit dem Kindle oder aber einer Kindle-App gelesen werden, Umwandlungen sind – wenn man sie mit Software machen könnte – nicht zulässig. Das bedeutet, dass man sich mit einem eBook-Reader einschränkt.
      Auch sollte man bedenken, dass ein eBook-Reader genau das eine kann – eBooks lesen. Okay, manche spielen auch Hörbücher ab. Ein iPad – gerade das iPad der dritten Generation – kann sehr viel mehr. Man kann damit zum Beispiel diesen wunderbaren Blog führen, denn es gibt eine kostenlose App dafür. Man kann Filme schauen, Spiele spielen, Texte verfassen (ich arbeite gerne im Bett an meinen Romanen, da ich seit einiger Zeit an der Halswirbelsäule erkrankt bin). Das iPad bietet eine Fülle von Möglichkeiten. Ein eBook-Reader kann nur eBooks lesen und vielleicht Audio abspielen. Mit dem iPad kann man sogar Bilder und Filme aufnehmen, sie betrachten, bearbeiten, kommentieren … Man hat ein kleines Gerät für unglaublich viele Möglichkeiten, die gerade im Urlaub anfallen. Wir – meine Familie und ich – nutzen es sogar, um darauf Spiel des Lebens, Monopoly oder die Siedler von Catan zu spielen. Nicht gegen den Computer, sondern als Familienspiel gegeneinander, das Pad ist das Spielbrett. Mit hübschen Animationen und lustigen Bildern macht das mehr Spaß als mit dem echten Brett, das Spiel ist schnell aufgebaut und dennoch geht das Gemütliche, das man bei einem Familienspiel hat, nicht verloren.
      Das iPad ist auch toll, um darauf Magazine zu lesen. Ich lese Magazine wie Game Star, die Mac Welt oder auch Zeitungen wie die FAZ nur noch auf dem iPad, denn dort sind Filme und Töne eingebaut, so dass man noch besser informiert wird.
      Das Surfen im Web ist ein Kinderspiel und – man kann einfach von Seiten wie beam-ebooks kostenlose oder kostenpflichtige eBooks laden und sofort lesen; egal welches Format. PDF, ePub, Mobi – es spielt keine Rolle, welches Format der Verlag wählte, du hat es jetzt, sofort, ohne Umwandlung, ohne Umwege über einen Computer.
      Bei iTunes gekaufte Bücher, Filme, Magazine oder Musik kann zudem immer wieder und an jedem Gerät mit dem Account geladen werden. PC, iPhone, iPad – alle Inhalte sind überall, da die Einkäufe dir gehören und auf deinen Geräten verfügbar sind. Bei eBooks und einem Reader musst du sie irgendwo speichern und dann zurückspielen, etwa bei einem neuen Gerät. Bei einem iPad nicht, sie sind da, wenn du das neue Gerät in Betrieb nimmst. Sie werden einfach geladen, egal wo du bist.
      Okay, Ende des Verkaufsgesprächs. Wer an dieser Stelle noch wach ist – danke fürs lesen 😉
      Grüße
      PS: Ich liebe mein iPad. Kam irgendwie ein bisschen durch, oder?

      • So, auch nochmal kurz was dazu 😀
        Ja, ich liebe mein iPad auch… aber nicht als eReader :D. Ich brauchs zum spielen, zum comics lesen und ab und zu zum surfen oder als fernbedienung ;). Aber nicht als eReader. Ich bin sooo froh hab ich mir nen eReader dazugekauft ;).
        Aber eben: das sieht halt jeder anders :).

  4. Okey, das wird schwieriger als ich dachte.
    Meine grösste Sorge ist inzwischen fast nurnoch das das „Format“.
    Ich möchte die Bücher eigentlich lieber auf deutsch lesen, wäre dann also ein Sony die sicherere Wahl oder kann ich auch bedenkenlos den günstigeren Kindle nehmen, mir ein paar Konvertierungsprogramme laden und los gehts?

  5. Gunter Arentzen

    Wie ich oben ausführte – Konvertieren geht NUR bei ungeschützten Büchern. Was du auch nimmst – du legst dich auf ein Format fest und musst dann hoffen, dass das Buch, das du möchtest, auch in dem Format vorliegt. Oder dass es zumindest nicht gechützt ist, damit du es mit Calibre konvertieren kannst.
    Freie Formatwahl gibt es nur mit … nun ja, du ahnst es schon 😉

    • Dass ist genau das, was mir an den Readern nicht gefällt. Ich danke euch herzlich für eure ganzen Kommentare. Ich denke, ihr habt auf jeden fall Licht ins Dunkel gebracht. Danke!

      • Es ist richtig, ganz frei ist man nie.
        Ich denke, es ist auch wichtig, wo man die eBooks kauft. Wenn du bei Orell Füssli kaufst ist ein Sony besser, wenn du bei Amazon kaufst (egal ob D oder EN) ist ein Kindle definitiv die bessere Wahl.
        Gunter hat das schon richtig gesagt: die freie Formatwahl gibt es noch nicht wirklich… leider. Eventuell kommt das noch.
        Was ich derzeit noch sehr schade finde sind die hohen eBook Preise. Diese sind nicht sehr viel günstiger als eine Papierausgabe. Aber das ist eine andere Baustelle ;).

        Was auch immer du wählst: viel Spass damit 🙂

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