Archiv der Kategorie: Buchhändleranekdoten

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Sorry dafür, aber ich musste grade echt lachen 😀

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Wie ein Atomkraftwerk

Ich glaube, es ist inzwischen durchgedrungen, dass ich meinen Posten als Lehrlingsausbildnerin sehr mag.

Ein toller Teil daran ist, die Schnupperlehrlinge dann durch die Woche zu führen und Ihnen alles näher zu bringen. Noch toller ist es, wenn der Schnuppi ein Schatz von einer Person ist, hervorragend arbeitet und eine solche Bücherliebe in sich trägt, wie ich es tu. Das ist inzwischen wirklich selten geworden.

Umso toller war heute das Abschlussgespräch mit dem aktuellen Schnuppi. Als ich ihr sagen konnte, dass wir ihr die Lehrstelle sehr gerne anbieten würden, ist sie aus allen Wolken gefallen und strahlte wie ein Atomkraftwerk. Man kann da garnicht anders, als auch auf der Stelle ne riesen Freude auszustrahlen. Ich trag da grade sone tolle Wärme in mir rum.

Wir haben tolle neue Lehrlinge gefunden für den Sommer. Ich freue mich richtig darauf, sie auszubilden 🙂

So, noch eine Stunde arbeiten und dann geht’s ins (wie ich finde) verdiente Wochenende.
Es ist St. Paddys Day, heute wird getanzt und rumgehüpft! YAY!

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Die Wucht der Gefühle

Tagtäglich fragen Kunden nach Büchern für Kinder, die das Thema Tod oder Trennung thematisieren.
Meistens läuft das ganze sehr sachlich ab. Doch heute bekam ich die geballte Ladung Gefühle zu spüren.

Die Kundin suchte ein Bilderbuch, in dem es um die Trennung der Eltern geht.
Ganz normal zeigte ich ihr eine Auswahl an Büchern, die ich persönlich sehr gut finde. Ich wollte ihr diese gerade in die Hände geben, als sie total die Fassung verlohr und hemmungslos anfing zu weinen. Ihre Freundin, die gerade auf die Kinder aufpasste, eilte schnellstens herbei und erlöste mich aus der Situation. Ich war wie gelähmt.
Wir sind es gewöhnt, dass Menschen mit uns ihre Lebensgeschichten und aktuellen Leiden teilen.
Selten jedoch erlebt man eine solche Wucht der Gefühle gleich so haut nah mit.

Peinlich ergriffen räumte ich das Feld und überliess die Kundin ihren Gefühlen.
Im Nachhinein ärgert es mich, dass ich nicht zumindest eine Geste des Mitgefühls zeigen konnte.
Die Hand auf die Schulter legen zum Beispiel.
Aber es ist auch verdammt schwer, in einer solchen Situation richtig zu reagieren. Vielleicht hätte die Kundin dies als sehr unangebracht empfunden. Schwer zu sagen…

Schon mal sowas erlebt?

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Der 10 Stunden Tag

Freitags arbeite ich immer 10 Stunden am Stück.
Das ist manchmal sehr hart.
Man teilt sich den Tag aber auch ganz anders ein.

09.00 – 11.00 : Ware auspacken, verräumen, die Neuheiten platzieren und die „alten“ Bücher ausmerzen und zurückschicken.
11.00-11.30 : Die Ware für den nächsten Tag bestellen
11.30-11.45: Eeeeendlich Morgenpause. Die setzte ich extra so spät an, damit ich so spät als möglich in die Mittagspause kann, ohne dass sich mein Magen schonmal selbst verdaut.
11.45-14.30: Kunden, Kunden, Kunden, zwischendurch aufräumen, Kunden, Kunden, Kunden. Ouuu die Ablösung für die Kasse!!
14.30-15.30: Mittagspause Take-Away beim Thailänder, der einzige Laden, der mir um die Zeit noch was warmes zu essen gibt
15.30-16.00: Nochmals für den nächsten Tag bestellen
16.00-17.00: Lehrlingsdokumentationsordner korrigieren, den Lehrer raushängen lassen
17.00-18.00: Die Ersten von uns machen schon Feierabend, Missmut macht sich breit, ausrechnen wie viele Stunden noch bleiben – däää! Ou! Ich hätte noch ne Pause zugute gehabt – Pech! Alle weg, keine Pause mehr…
18.00-20.00: Spontan noch eine andere Abteilung übernehmen und das Baby einfach mal so schaukeln obwohl man seit Ewigkeiten nicht mehr da war und sich erst mal wieder zurechtfinden muss. Kurzzeitige Panik, bis man merkt, dass das ist wie Fahrradfahren. Einmal gelernt…

Zeitpunkt des Todes: 20.00

Und morgen 08.00 Uhr gehts dann gleich weiter. 
Freu mich auf den Samstag Abend, das erste Bier schmeckt immer am Besten!

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Ruhe

Da ist es ja!
Das Januarloch!
Seeehr wenige Kunden.
Die Buchhandlung ist blitze blank geputzt.
Da hat man mal richtig Zeit für Tische und Sortimentspflege.

Gestern haben wir 2 Stunden lang für unseren Fasnachtstisch gebastelt, geschnippelt, geklebt.
Zwischendurch ein paar Kunden.
Dann Sortiment aufräumen, denn ende Monat kommen dann endlich MASSENHAFT neue Bücher.
Das ist besser als Weihnachten, ich sag’s euch 😀

Die Tage sind so zwar länger als sonst, aber irgendwie auch sehr entspannend.

Da ich sonst gerade leider nichts zu berichten habe, schliesse ich an dieser Stelle wohl besser ab, bevor ich noch anfange, nur noch Schwachsinn hinzutippen.

Adios!

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Ja zum Buch!

Ja zur Buchpreisbindung! Damit es weiterin kleine, schmucke Buchhandlungen gibt!
Damit Autoren fair entlöhnt werden können!
Damit die Vielseitigkeit bestehen bleibt!
Damit die Ausbildung der buchhändlerin noch etwas taugt!
Für gute Beratung im Ladenlokal!
Für das Buch und die Menschen rundherum!

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Geschenke umtauschen

Na? Auch alle zufrieden mit den Weihnachtsgeschenken? Hab’s mir dieses Jahr mal extra verkniffen, Bücher zu verschenken. War echt ne Herausforderung 😀

Nun gehts los mit den Umtauschaktionen.
Das Buch hab ich schon.
Das Buch will ich nicht.
Die Puppe ist nicht hübsch genug für mein Kind.
Mein Kind soll mit anständiger Literatur aufwachsen und nicht mit solchem Schund. (!)
Buch schon kaputt ( Ja neee, sagense nich… klaaar wardas von Anfang an schon so! )

In 45 Minuten verabschiede ich mich in meine Verspäteten ein paar Tage frei nach Weihnachten. Freu mich drauf.  Auch weil mein Fieber noch immer nicht weg ist. Werd mich dann mal n bisschen verwöhnen lassen. ( Wink mit dem Zaunpfahl an meine bessere Hälfte 😀 ) Und nächstes Jahr wartet dann einiges auf mich. Hab viel vor, das wird lustig, erzähl euch dann später mehr davon.

Rutschet alle fein ins neue Jahr, egal ob Zuhause, auf ner Party oder mit Böllern auf der Strasse.
Lasst es euch gut gehen! Wir lesen uns nächstes Jahr wieder 🙂

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